Es passiert nichts zufällig in der Stadt Wien: Lebenswerteste Klima-Musterstadt

Vom goldenen Schnitzel aus Istanbul bis zur lebenswertesten Stadt der Welt

Eine Zusammenfassung von Birol Kilic

WIEN. In der griechischen, germanischen und türkischen Mythologie sind die Götter meistens Menschen. Napoleon sagte: „Wenn die Welt eine Hauptstadt wählen sollte, dann bitte nur Konstantinopel beziehungsweise jetzt Istanbul“. Das alte Konstantinopel wurde auch nicht zufällig im Jahre 330 n. Chr. von dem römischen Kaiser „Konstantin der Große“ gebaut und zu seiner Hauptresidenz gemacht. Istanbul war danach über 1000 Jahre Weltzentrum der Wirtschaft, Kultur, Kunst und Eleganz und ist mit dem Wahrzeichen das Goldene Byzanz in Erinnerung geblieben.

Vom goldenen Schnitzel aus Istanbul bis zur lebenswertesten Stadt der Welt

Die Stadt Wien  wurde durch die Heirat von Theodora Komnena, Prinzessin von Byzanz, mit Heinrich II. Jasomirgott von Österreich im Jahre 1148 durch den Brautpreis aus Istanbul aufgebaut. Das „Goldene Zeichen“ der lebenswertesten Stadt der Welt hat im 21. Jahrhundert nicht Istanbul, sondern die Stadt Wien. Und in dieser Stadt passiert nichts zufällig. Übrigens. Das Goldene was wir in Wien sehen, von Klimt bis zum Wiener Schnitzel, stammt aus der Konstantinopel-, Byzanz- und Istanbul Kultur. Laut Experten taucht die Bezeichnung „Wiener Schnitzel“ erstmals 1831 in Österreich auf. Im 9. Jahrhundert, also vor 900 Jahren, nimmt die Geschichte des panierten Schnitzels am Hof des oströmischen Kaisers in Byzanz, im heutigen Istanbul, ihren Lauf. Weil der damalige Herrscher Kaiser Basilius ein besonderer Feinschmecker war und seine Untertanen (besonders christliche Türken) ihn ganz besonders verehrten, reichten sie ihm „goldenes Fleisch“, edle Fleischstücke, überzogen mit Blattgold.

©Christian Fürthner

Eine Stadt, die Menschen zieht

Viele MigranntInnen leben erfolgreich und glücklich in Wien. Sie leben nicht dort, wo sie geboren sind. Wie auch in Istanbul, Belgrad, Bosnien, Kroatien, Albanien, Griechenland und sogar Deutschland. Das ist so, weil die Stadt Wien eine Umwelt anbietet, die zusammengefasst mit Leben und Arbeit in der Welt einmalig ist. Hier fühlen sich die Menschen ziemlich wohl. Fast so, als ob die Stadt Wien von Göttern, die fleischgewordene Menschen geworden sind, welche nie schlafen, geschützt wird. Für sie gibt es nur Eines: Wie können Menschen, egal woher sie stammen, sich in der lebenswertesten Klima-Musterstadt, der „Stadt des Wissenes und Bildung“, der „Stadt der Arbeit und Wirtschaft“, der Stadt mit einem sozialen Zusammenhalt und einem respektvollen Miteinander, nicht wohlfühlen? Einen, der sich über die lebenswerteste Klima-Musterstadt Gedanken macht und sich sehr gut auskennt, habe wir gemeinsam mit der Landesabgeordneten und Gemeinderätin Frau Safak Akcay  im Herzen der Löwen, anders gesagt im Herzen der SPÖ, im Klubzentrum-Rathaus getroffen. Mit dabei war die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit  der SPÖ-Klub Rathaus Elisabeth Auer.

Damit die Menschheit auf dieser Erde überlebt

Er heißt Josef Taucher, ist der Klubvorsitzende, und er hat ein sehr großes Herz für die lebenswerteste Klima-Musterstadt. Er hat sich, wie ich als Migrant aus Istanbul, aber in dem Fall aus dem wunderschönen Graz in die Stadt Wien verliebt, wegen der unbeschreiblichen Vielfalt, Umwelt und als einzigartige Weltstadt. Hierzu hat er folgende Gedanken:  „Wenn ich Umwelt- und Naturschutz betreibe, dann aus einem ganz eigennützigen Grund. Ich will, dass die Menschheit auf dieser Erde überlebt. Und ohne Natur, die unsere Basis ist, werden wir das nicht schaffen. Jeder Betrieb hat unterschiedliche Bedürfnisse, ich kann die verbindende Brücke sein. Mit diesem Gedanken sehen wir uns als Brückenbauer zwischen den Wiener Bezirken. Für mich ist das Wiener Rathaus der Knotenpunkt der ganzen Stadt: Die Schaltzentrale, von der aus alle Bezirke miteinander in Kontakt stehen.“

Auch von außen-stehenden Experten wird bestätigt, dass ihm die Vorzüge der Innen- und Außenbezirke bekannt sind, wie keinem Anderen.  Aber er denkt auch an die Zukunft: Aufgrund seiner langjährigen Überzeugung in der Umweltpolitik, möchte er auch die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Elektromobilität in die Politik integrieren und zur Tagesordnung machen.

Klimawandel: ein großes Problem der Welt

Besonders interessant ist, dass in der 2 Millionen Stadt Wien de facto die Hälfte MigrantInnen bis zur 4. Generation sind und in Wohngegenden wohnen, wo es aufgrund des Klimawandels im Sommer besonders heiß ist. Die älteren Generationen und vor allem die Kinder suchen in der Nähe ihres Wohngebietes grüne Flächen und kühle Bereiche, damit Stadt und Mensch verwachsen können.

Hierzu hat Taucher viele Gedanken, Ideen und Projekte, an denen man erkennt, dass in der Stadt Wien nichts zufällig passiert. Mit einem Klima-Manifest möchte Wien ein Vorbild für andere Millionenstädte sein. Die Zielsetzung von Josef Taucher ist es daher, Wien zur „Klima-Musterstadt“ und zu einer CO2-neutralen Metropole zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden schon einige konkrete Maßnahmen ergriffen:

Mit „Zero Waste“ Lebensmittelverschwendung verringern

Ein sehr wichtiger Teil des Klima-Manifests ist die „intelligente Vernetzung“ der Bereiche Strom, Wärme, Verkehr und Abfallentsorgung. In den Ausbau erneuerbarer Energien sollen 1,2 Milliarden Euro fließen. Dazu gibt es noch sogenannte „smarte“ Projekte, wie die Nutzung der Abwärme der Hauptkläranlage für die umweltfreundliche Heizung von 106.000 Haushalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Manifest ist der Begriff „Zero Waste“, bei dem es darum geht, Abfall zu vermeiden und die Lebensmittelverschwendung zu verringern. Josef Taucher sagt dazu folgendes: Wien will bis 2020 die Verschwendung von Lebensmittelabfällen halbieren und damit wertvolle Ressourcen schonen. Lebensmittel gehören auf den Teller, nicht in den Mist.“

Eine Stadt wird mit „Cooling-Spots“ gekühlt

Zudem wird versucht, durch Trinkbrunnen, Nebelduschen, Bäume, Parks und sogenannte „Cooling-Spots“ Hitzeinseln an heißen Plätzen in der Stadt zu vermeiden. Die besagten „Cooling-Spots“ wurden aufgrund der vom Klimawandel bedingten Hitzeinseln errichtet. An Hitzetagen wird die Umgebung bis zu 6 Grad abgekühlt, wie es beispielsweise am „Spot“ beim Haus des Meeres diesen Sommer zu spüren war.

Stadtgartendirektor Rainer Weißgram, Umweltstadträtin Ulli Sima, Bezirksvorsteher Mariahilf Markus Rumelhart, Vorsitzender SPÖ Rathausklub Josef Taucher. ©Christian Fürthner

Eine Stadt lässt sich bepflanzen und beschatten

Ein weiterer befindet sich im Schlingermarkt Florisdorf, welcher neben der Abkühlung auch ein bepflanzter und beschatteter Aufenthaltsort ist und viele Sitzmöglichkeiten anbietet. In den dort befindlichen Pflanzentrögen sind wunderbare Gräser-, Kräuter- und Staudenmischungen eingepflanzt, die neben den menschlichen Besucherinnnen und Besuchern auch die Insekten anlocken soll.

Die Umwelt in der Stadt und in naher Umgebung ist in ein lebenswertes, menschenfreundliches und tierfreundliches Areal umgewandelt worden. Es passiert nichts zufällig in der Stadt Wien, besonders wenn es um die Umwelt und das Glück der Menschen geht. (yenivatan.at)

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