Buch „Mein Österreich“: „Als ich im Namen der Absolventen gesprochen habe!“

von Birol Kilic

Zurzeit arbeite ich an einem neuen Buch namens „Mein Österreich“. In diesem Werk möchte ich kapitelweise kurze Erinnerungen, Eindrücke und Geschichten aus meinen letzten 30 Jahren in Österreich resümieren und festhalten. Diese Zeit habe ich als Student begonnen und war parallel dazu immer in NGO’s und als Publizist tätig. Am Ende meiner Studienzeit war ich Unternehmer, Verleger, Publizist und NGO-Mann, was ich bis heute noch bin.

Man fragt mich immer: „Was hast du eigentlich studiert hier in Österreich? Hast du überhaupt in Österreich studiert?“

Diese Frage stellt sich zu Recht, denn ich gebe über meine Person und mein Privatleben sehr wenig preis, sondern versuche immer die Anderen zu hören, ihnen eine Stimme zu geben und für sie Einspruch zu erheben. Daher gründete ich vor zehn Jahren sogar eine Zeitschrift namens „Einspruch“, die neben der „Neuen Heimat Zeitung“ („Yeni Vatan Gazetesi“), die vor 22 Jahren gegründet wurde, und dem „Neue Welt Verlag“, welcher vor 18 Jahren gegründet wurde, noch immer besteht.

Die Geschichte ist ohne Details eigentlich sehr kurz (im Buch dann natürlich ausführlicher):
Nachdem ich auf der Medizinischen Fakultät Istanbul („CAPA TIP“) fünf Semester studiert hatte, bemerkte ich, dass ich für mich persönlich in der Medizin keine Zukunft sah und begab mich auf die Suche nach meiner wahren Berufung.

In dem Zeitraum von 1990 bis 1995 besuchte ich zuerst die Technische Universität in Zürich (ETH) dann wechselte ich auf die Technische Universität in Wien, die ich dann auch als erfolgreicher Student absolvieren durfte. Am Ende meines Studiums bat mich die Fakultät Elektrotechnik der TU Wien bei der Sponsionsfeier die Festansprache in Namen aller meiner Mitstudierenden zu halten. Was für eine Ehre!

Noch immer bin ich sehr dankbar für meine Professoren und Professorinnen an der TU Wien, die mich sehr vieles gelehrt und auf den Weg mitgegeben haben. Das gleiche gilt natürlich auch für meine Professoren und Professorinnen an der medizinischen Fakultät in Istanbul. Am Ende meines Studiums bin ich Diplom-Ingenieur der Nachrichtentechnik, Elektrotechnik und akademisch geprüfter Biomedical Engineer geworden, ich habe ja nicht umsonst fünf erfolgreiche Semester und zahlreiche Prüfungen an der Medizinischen Fakultät Istanbul absolviert.

Am Beginn meine beruflichen Laufbahn war ich sehr viel auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik und der Biomedizintechnik als Unternehmer national als auch international tätig und habe dadurch in Österreich einen kleinen, aber für mich wichtigen, Beitrag geleistet.

An diese schönen Zeiten erinnere ich mich sehr gerne und bin mehr als dankbar, dass ich diese Möglichkeiten hier in der demokratischen, rechtsstaatlichen und säkularen Republik Österreich hatte und hoffe in Zukunft auch haben werde.

 

 

 

Relevante Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"