Friseure klagen über „schwarze Schafe“

Die Wiener Friseurinnung verzeichnet immer mehr Beschwerden über Salons, die mit intransparenten Geschäftsmodellen Gesetze bewusst umgehen sollen. Eine Infokampagne gegen schwarze Schafe in der Friseurbranche soll Abhilfe schaffen.

Die Mitglieder der Friseurinnung kritisieren, dass die Zahl der Betriebe mit Mitarbeitern sinke – da diese nicht entsprechend angemeldet würden. Auch gebe es immer mehr Scheinfirmen und undurchsichtige Firmenkonstruktionen, mit denen Gewerbeberechtigungen umgangen würden.

Innungsmeister sieht „Sozialdumping“

„Es kann und darf nicht sein, dass einige wenige das gute Image und die wirtschaftliche Basis von 1.800 Wiener Friseurinnen und Friseuren untergraben und denen schaden, die sich an Gesetze halten, mit Freude diesen schönen Beruf ausüben und Nachwuchs ausbilden. Wir haben keinen Platz für Sozial- und Wirtschaftsdumping“, so Innungsmeister Marcus Eisinger. Die Innung hat nun in den Bezirken eine Info-Offensive gestartet, um Kontrollbehörden auf die Entwicklung aufmerksam zu machen.

Eisinger ersuchte darum, nicht nur die „Braven“ zu kontrollieren, nur weil es einfacher sei: „Wir fordern, dass ganz gezielte Schwerpunkte dort gesetzt werden, wo intransparente Praktiken einem fairen Wettbewerb schaden“. Gleichzeitig wolle man aber auch die Kunden sensibilisieren – und ihnen verständlich machen, dass ein realistisches Verhältnis zwischen Preis und Leistungsumfang bestehen müssen. (red, wien.ORF.at/Agenturen, Foto: Friseur-Lydia)

LINK-INFO

https://www.friseur-innung.at/99.html

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