„Sag’s Multi“

Schüler sprechen bei einem Redewettbewerb ganz offen über Heimat, Sprache und Migration. Die meisten der Schüler des Gymnasiums Polgarstraße in Wien Donaustadt sind sich einig: „Wien wäre nicht Wien, hätte es keine Migranten!“

Viele der jugendlichen Redner mit Migrationshintergrund reden mit vollem Stolz über die Vorteile, die ihnen die Beherrschung zweier Sprachen- nämlich ihrer Muttersprache und Deutsch-im Leben gebracht hat. Die Sprachen der nominierten Schüler reichen von Türkisch, Ungarisch bis zu Chinesich und Benaglisch.

Sie wollen damit zeigen was alles in ihnen steckt, obwohl sie aus einer so genannten Zuwandererfamilie stammen. Die ist kein Hindernis, um etwas aus seinem Leben zu machen. Man sollte sich als Bereicherung der Gesellschaft sehen und nicht als Belastung, meint ein Schüler in seiner emotionalen Rede.

Die bereits dritte Regionalausscheidung des Redewettberwerbs „Sag’s Multi“ fand im Gymnasium Polgarstraße statt, da es der ideale Ort für die Austragung dieser Veranstaltung ist, denn unter den 1300 Schülern finden sich 20 Nationen mit 37 Muttersprachen. 

Organisiert wird das Ganze vom Verein „Wirtschaft für Integration“, nach der vierten Regionalausscheidung, in der die Redner zunächst in der Erstprache und dann auf Deutsch vortragen müssen, findet im Jänner schließlich das Finale statt.Das Fazit der jugendlichen Migranten und Migrantinnen: „Wir tun Wien gut!“

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