Wir kennen die Mörder, wir wollen Gerechtigkeit für Hrant Dink!

Zwei Jahre sind her, seitdem der armenische Journalist Hrant Dink mitten auf der Straße ermordert wurde. Heute ist es immer noch nicht klar, wer den Täter zur Ermordung bestimmt hat. Vergessen wurde die Ermordung aber nicht.

Am 19. Jänner 2007 wurde Hrant Dink, während er  auf dem Weg zu bislang von ihm herausgegebenen türkisch/armenischen Zeitung Agos war, mit zwei Kopfschüssen erschossen. Der Täter war ein 17 Jähriger, angeblicher Nationalist. Wer den Jungen zur Ermordung bestimmt hat, weiss man noch nicht. Außerdem ist es immer noch eine unbeantwortete Frage, warum die Polizei, die damals durch einen Spitzel über den geplanten Mord von Dink erkundigt war, nicht versucht hat, den Mord zu verhindern. Erst vor wenigen Tagen wurde endschieden, dass nach mittlerweile fast zwei Prozessjahren, endlich der Kommandant der Gendarmerie in Trabzon, dem Ort, von wo der Attentäter stammt und der Mord geplant wurde, vor Gericht aussagen muss, warum er die Hinweise auf die Attentatspläne ignoriert hat. Ein Ende des Prozesses scheint aber nicht in Sicht zu sein. Während der Prozess noch läuft, demonstrieren jedes Jahr am 19.Jänner Tausende vor der Zeitung Agos gegen das Machtapparat, dass die Intellektuellen des Landes droht, unterdrückt und ermordert, und fordern Gerechtigkeit.

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