Türkische KULTURgemeinde (TKG) fordert: „8. März Weltfrauentag! Gewalt gegen Frauen stoppen!“

Anlässlich des Weltfrauentages ruft Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) auch dieses Jahr ohne Wenn und Aber zu Aufklärung und Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf.

Wien . Laut Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) beweisen Studien: „Über 33% aller Frauen in der EU haben seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und sexuelle Gewalt erfahren. In Österreich gibt die Polizei bekannt, dass jeden Tag durchschnittlich 20 Wegweisungen von Männern aufgrund der Gewalttätigkeit gegen eine Frau geschehen, das macht im Jahr 7300 Gewaltfälle, die von der Polizei registriert wurden. Die Zahl der nicht registrierten Fälle ist vielleicht noch höher. Auch im Internet richten sich manche Attacken besonders gegen Frauen mehr als man glaubt.“

Experten warnen: Ob aus Eifersucht, vermeintlich verletzter Ehre oder Wut – es gibt viele Taten, bei denen Frauen Opfer sind. Manchmal auch, gerade weil sie Frauen sind. Genaue Daten sind allerdings ein Problem. Das soll sich ändern. Der Hass, den Frauen erfahren, ist häufig sehr drastisch und geht direkt unter die Gürtellinie Gerade wenn es um häusliche Gewalt und Partnerschaftsgewalt geht, bleibt vieles im Dunkeln. Während zum Beispiel Wohnungseinbrüche und Raubdelikte nahezu vollständig zur Anzeige gebracht werden, kommt es bei anderen Taten nicht zur offiziellen Meldung, weil Opfer schweigen – aus Angst, Scham oder dem Gefühl, es werde sich ohnehin nichts ändern. Wir sehen immer nur die Spitze des Eisbergs. Belastbare statistische Daten liefern wichtige Informationen fürgezielte Präventionsstrategien und angemessene staatliche Reaktionen. Wir müssen frauenfeindliche Straftaten künftig auch in den Polizeistatistiken besser sichtbar machen“

TKG„Gleichberechtigung von Frauen und Männern sollte in Österreich auch unter den MigrantInnen nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, sondern von Anfang an als grundlegender Wert einer Gesellschaft vermittelt und in Folge auch aktiv umgesetzt werden. Für viele ist dies zwar selbstverständlich und wir wollen niemanden unter Generalverdacht stellen, aber hier liegt definitiv ein großes Defizit vor. Oftmals spielen kulturelle, soziale und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Jedes Jahr findet am 8. März der Weltfrauentag statt, aber wir fordern Solidarität und Bewusstsein gegen Gewalt an Frauen auch an den restlichen 364 Tagen im Jahr, unabhängig davon, welche Religion, Kultur, Herkunft und Staatsbürgerschaft der Täter hat.“

 

 

 

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