„Abschiebung wäre Auslieferung an ein Terrorregime“

Bischof Chalupka appelliert an Pfarrgemeinden für Einsatz für Menschen aus Afghanistan.

WIEN. Laut Bischof Chalupka müsse Österreich  seinem Verfassungsrecht folgen und appelliert in einem Brief das morgen, Dienstag, 17. August, den Pfarrgemeinden zugesandt werden wird an die evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinden in Österreich mit den folgenden Worten :
   „Abschiebungen nach Afghanistan seien rechtlich nicht mehr möglich, denn sie widersprechen der europäischen Menschenrechtskonvention; es würde sich nicht mehr um Abschiebungen handeln, sondern um eine Auslieferung an ein Terrorregime.“

Chalupka verweist in seinem Schreiben, das morgen, Dienstag, 17. August, den Pfarrgemeinden zugesandt werden wird, auf eine Studie der Diakonie, wonach abgeschobenen Afghanen “Gefahr für Leib und Leben, Verelendung und Verfolgung” drohe. Unter anderem werde ihnen von den Taliban insbesondere auch wegen ihrer Flucht nach Europa Verrat, Verwestlichung, unmoralisches Verhalten und die Abkehr vom Islam vorgeworfen.

Gebete gegen das Gefühl der Ohnmacht

Dem Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung, dass die Bilder aus Afghanistan auslösten, wolle man im Gebet begegnen: für alle Menschen, die von den jüngsten Ereignissen in Afghanistan betroffen seien, für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, und “für uns alle, dass wir angesichts des Elends, das uns vor Augen geführt wird, nicht aufhören zu glauben, dass unser Gebet und unser Eintreten für die Menschen, die vor dem Terror zu fliehen versuchen, gehört wird und im Kleinen Menschlichkeit erlebbar wird.” (APA, red)

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