Der Deutschtürke Physiker Prof. Dr. Metin Tolan wird Präsident der Universität Göttingen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG): "Wir gratulieren ganz herzlich aus Österreich. Hochachtung"

Die Universität Göttingen erhält eine neue Hochschulleitung. Seine Amtszeit beginnt voraussichtlich im Frühjahr.
Der Physiker Prof. Dr. Metin Tolan wird Präsident der Universität Göttingen. Das hat der Senat der Universität heute einstimmig beschlossen. Der Stiftungsausschuss Universität hat diesem Vorschlag ebenfalls einstimmig zugestimmt. Tolan folgt auf Prof. Dr. Reinhard Jahn, der das Amt bis zum 31. Dezember 2020 inne hatte. Seitdem nimmt die hauptberufliche Vizepräsidentin Dr. Valérie Schüller die Leitung der Universität kommissarisch wahr. Tolans Amtszeit beginnt voraussichtlich im Frühjahr.
Obmann  der Türkische Kulturgemeinde in Österreich Birol Kilic gratulierte aus Österreich: „Hochachtung.Wir gratulieren ganz herzlich aus Österreich. Hochachtung“

Senatssprecher Prof. Dr. Nicolai Miosge erklärte: „Sowohl als Sprecher des Senats als auch ganz persönlich gratuliere ich Metin Tolan zur kommenden Präsidentschaft der Universität Göttingen. Ich freue mich darauf, dass er mit großer Unterstützung der Universitätsangehörigen einen echten Aufbruch und Neuanfang voranbringen kann. Dies gilt umso mehr, als dass wir alle bereit sein sollten, nach der Überwindung der Pandemie die vielfältigen Erfahrungen, die wir in langen Monaten gemacht haben, in die künftige Ausrichtung unserer Universität einzubringen.“

Der Vorsitzende des Stiftungsausschusses Universität, Prof. Dr. Peter Strohschneider, sagte: „Herzlich gratuliere ich Metin Tolan ebenso wie der Universität zu dieser Entscheidung. Mit ihrem zukünftigen Präsidenten gewinnt die Georgia Augusta einen ebenso angesehenen Wissenschaftler wie erfahrenen Hochschuladministrator. Er wird die Universität umsichtig und klug leiten, so dass sie sich als eine pluralistische Einheit in ihren verschiedenen Funktionen höchst erfolgreich weiterentwickeln kann. Ich hoffe, dass der neue Präsident sein Amt alsbald antreten wird und freue mich sehr auf die konstruktive Zusammenarbeit.“

„Ich freue mich sehr über die Wahl und das Vertrauen, das in mich gesetzt wird, und danke allen Beteiligen dafür, dass dies unter den strengen Corona-Bedingungen ermöglicht wurde“, sagte Tolan. „Es ist eine große Ehre, zum Präsidenten einer Spitzenuniversität gewählt worden zu sein. Dieser Schwung muss jetzt mitgenommen werden, um die Universität auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.“

Metin Tolan, Jahrgang 1965, studierte Physik und Mathematik an der Universität Kiel, wo er 1993 auch promoviert wurde. Als Postdoc forschte er mehrere Jahre in den USA, 1998 habilitierte er sich im Fach Experimentelle Physik an der Universität Kiel. Anschließend war er Privatdozent und erneut in den USA. Im Jahr 2001 folgte er dem Ruf auf eine Professur für Experimentelle Physik an der Technischen Universität Dortmund. Von 2004 bis 2008 war er dort Dekan der Fakultät Physik, von 2008 bis 2020 Mitglied des Rektorats der TU und seit 2016 auch ständiger Vertreter der Rektorin. Im Rektorat war er drei Jahre für den Bereich Forschung zuständig, fünf Jahre für die Lehre und vier Jahre für Finanzen.

Die Georg-August-Universität Göttingen zählt zu den großen deutschen Traditionsuniversitäten mit internationalem Ruf in der Forschung und der forschungsbasierten Lehre. Mit rund 31.000 Studierenden und 12.700 Beschäftigten ist sie die größte niedersächsische Universität und die größte Arbeitgeberin in Südniedersachsen. Gegründet im Zeitalter der Aufklärung (1737) ist die Georg-August-Universität als eine der großen, international renommierten deutschen Forschungsuniversitäten dazu verpflichtet, in Forschung und Lehre, Studium und Weiterbildung wissenschaftliche Erkenntnis auf höchsten Niveau zu gewinnen, kritisch zu pflegen und weiterzugeben. Ihre Studierenden sucht sie zu verantwortlichem Handeln in allen gesellschaftlichen Bereichen zu befähigen. Fächervielfalt und Interdisziplinarität der Forschung, forschungsorientiertes Lehren und Lernen, enge Verflechtung mit herausragenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Göttingen Campus, hohe internationale Attraktivität und die besondere Eigenverantwortung als Universität, die von einer Stiftung des öffentlichen Rechts getragen wird, sind dabei von besonderer Bedeutung.

 

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