„Niemand ist in Hamburg ohne Vor Erkrankung an Corona gestorben“

Der renommierte Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel der auch mit seinem Team die Corona-Virus Toten obduziert hält die Angst vor Corona  für übertrieben: "Das Virus sei in diesen Fällen nur der letzte Tropfen gewesen."

Hamburg. Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel untersucht mit seinem Team die Corona-Opfer in der Hansestadt, und er hält die Angst vor dem Virus für überzogen. In Hamburg sei bisher kein einziger nicht vorerkrankter Mensch an dem Virus gestorben, sagt Püschel der „Hamburger Morgenpost“. „Dieses Virus beeinflusst in einer völlig überzogenen Weise unser Leben. Das steht in keinem Verhältnis zu der Gefahr, die vom Virus ausgeht“, sagt der renommierte Rechtsmediziner. „Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird.“ Es gebe keinen Grund für Todesangst im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Krankheit in der Region Hamburg.

„Alle, die wir bisher untersucht haben, hatten Krebs, eine chronische Lungenerkrankung, waren starke Raucher oder schwer fettleibig, litten an Diabetes oder hatten eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.“ Das Virus sei in diesen Fällen der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe. Sein Team habe gerade die Leiche der ersten 100-Jährigen untersucht, die mit Covid-19 gestorben sei. Hier sei es der allerletzte Tropfen gewesen.“

In Hamburg will der Senat im Laufe des Dienstags über das weitere Vorgehen informieren, mit einer Lockerung der bisher gültigen Rechtsverfügungen wird aber nicht gerechnet. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) gab hingegen erste Hinweise. In der „Zeit“ sagte er: „Wir beginnen also demnächst eine Phase, wo wir aller Voraussicht nach gewisse gesellschaftliche Dinge wieder ermöglichen.“ Er verwies als Beispiel auf eine mögliche Wiedereröffnung von Restaurants, Cafés und Bars. „Da, wo es räumlich möglich ist, den Abstand zu wahren, kann man Regelungen auch wieder lockern“, sagte er. Die Schließungen seien auch deshalb notwendig geworden, weil die zuvor erlassenen Abstandsregeln noch nicht eingehalten worden seien. Er gehe davon aus, dass dies inzwischen anders sein würde.

 

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