Sarrazin ist ein BÖSER Schauspieler

Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin ist vor allen Dingen in Berlin dafür bekannt, dass er gerne auf kleine und große Unterschiede bei Rassen und Religionen medienwirksam auf sich aufmerksam machen.

Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin ist vor allen Dingen in Berlin dafür bekannt, dass er gerne auf kleine und große Unterschiede bei Rassen und Religionen medienwirksam auf sich aufmerksam machen. Stets hat er hierbei Politiker und Medien, wenn auch auf den ersten Blick nicht so deutlich erkennbar, voll auf seiner Seite. Kopftuchmädchen, Hartz-IV-Empfänger und jetzt auch noch Juden beschäftigen ihn offenbar noch mehr als seine Arbeit als Beamter, wofür ihm durch sein belastendes nebenberufliches Engagement kaum noch Zeit bleiben dürfte. Seine gut durchdachten Angriffe berühren vor allen Dingen untere Schichten der Gesellschaft, zu denen leider auch das Gros der Migranten in Deutschland, Kinderreiche und natürlich Arbeitslose gehören. Er rechnet den Hartz-IV-Empfängern ihre paar Euros wie Managergehälter vor und bezeichnet Türken und Araber indirekt als Schmarotzer. Doch als er jetzt in einer ihm beistehenden Gazette des Springer Verlages wie ein radikaler  Rasist oder wie Hitler behauptet, dass nämlich alle Juden ein bestimmtes Gen teilen, dürfte dies für ihn ein unerwartetes Ende seiner Schauspielkarriere. Weil wir müssen fragen wenn jemand so viel von Genen und abstammung spricht und die anderen verhöhnt haben wir das Recht zu erfahren welche abstammung und Gene Herr Thilo Sarrazin hat.

Warum jeder kann sich denken ist in seiner These wohl kaum einen antisemtischen Ausraster  vorhanden sondern klar und deutlich Nichtjuden als genetisch “minderbemittelt” bezeichnete. “In dem Gespräch [mit der Welt am Sonntag] legte er inhaltlich erneut nach und sprach vom „Genpool“ der europäischen Bevölkerung. „Die kulturelle Eigenart der Völker ist keine Legende, sondern bestimmt die Wirklichkeit Europas“, sagte der Banker. „Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.“ Thilo Sarrazin hatte sich schon früher öfters wie ein dem Rassenwahn verfallener Mensch (-ist) geoutet: “Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung”- zog er schon mal über ethnische Deutsche und muslimische Migranten gleichzeitig her. Für solche Aussagen erntet er angeblich aus der Politik regelmäßig “vernichtende Kritik” – aber wohl er auch Zustimmung.

SARAZENEN, Sarazenischer Pelzhändler in Kairo, Ölgemälde von Jean-Léon Gérôme (1869)

Dass sich Ehepaare nicht nur über gemeinsame Interessen finden, sondern auch über die Religion ist kein Geheimnis. Thilo Sarrazin scheint mit der Lehrerin Ursula Breit dahingehend einen richtigen Volltreffer gelandet zu haben, denn auch sie machte bereits genügend negative Presse, die bezeichnend für hochgradiges Diskriminationspotential sind. Besonders auffallend war hierbei die Klage einer Mutter, deren hochbegabte Tochter, Lehrerin Breit-Sarrazin von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen sein soll, wobei die Sache eskalierte und die Schülerin plötzlich statt in die vierte Klasse aufzusteigen, sich in der Zweiten wiederfand. Fehlte ihr vielleicht ein entscheidendes “Gen” ? Im Polen weiss man genau woher die Familiennamen Sarrazin, Sarasin, Sarrasin kommen. In Polen gibt es auch eine Bank Sarasin. Ein Urenkel des Gründers Jakob Sarasin leitet die Warschauer Filiale. “Polskaweb” hat leider vergeblich versucht den Mann an die Strippe zu bekommen um seine Meinung zu dem seltsamen deutschen Verwandten zu hören.

Sarazenen ist ein Begriff, der ursprünglich einen im Nordwesten der arabischen Halbinsel siedelnden Volksstamm bezeichnete. Im Gefolge der islamischen Expansion wurde der Begriff in lateinischen Quellen und im christlichen Europa als Sammelbezeichnung für die muslimischen Völker, die ab ca. 700 n. Chr. in den Mittelmeerraum eingedrungen waren, verwendet, meist in angstgeprägtem Sinn.[1] Obgleich dieser Begriff noch heute zuweilen in historischen Darstellungen als Bezeichnung für Muslime verwendet wird, ist dieser Gebrauch geschichtswissenschaftlich nicht korrekt, da es sich um einen „asymmetrischen Gegenbegriff“ (Reinhart Koselleck) handelt und überdies häufig nicht klar wird, welche muslimische Macht (Fatimiden, Ziriden, Abbasiden etc.) konkret damit gemeint ist.[2]

Griechisch Sarakenoi, syrisch Sarkaye und lateinisch Saraceni bezeichnete in der Spätantike (2. bis 4. Jahrhundert) zunächst einen oder mehrere Nomadenstämme auf der Sinaihalbinsel, und zwar nach der Darstellung von Ptolemaios im Gebiet von Nabatäa. Die Herkunft des Wortes ist nicht sicher. Unter den zahlreichen Etymologien, die in moderner Zeit vorgeschlagen wurden, begegnet am häufigsten eine seit dem 18. Jahrhundert aufgekommene Herleitung Scharqiyyun aus arabisch scharqi („östlich, orientalisch, Orientale“). Ebenfalls bedenkenswert erscheint als mögliche arabische Wurzel sariq, Plural sariqin („Plünderer“).

SARAZENEN, Weibliche und männliche Tracht der Sarazenen; der Ganzkörperschleier, die Burka, wird seit 1486 unverändert getragen

Die Bedeutung wurde seit der Spätantike sukzessive erweitert, zuerst auf die übrigen arabischen Stämme der vorislamischen Zeit (Eusebius, Hieronymus), und dann im Laufe der kriegerischen Auseinandersetzungen mit maurischen und arabischen Armeen in Europa auf die islamischen Völkerschaften schlechthin. In dieser erweiterten Bedeutung wurde das Wort seit der Zeit der Kreuzzüge aus dem Griechischen und Lateinischen auch in die europäischen Volkssprachen übernommen. Der Gebrauch im christlichen Schrifttum war hierbei geprägt von einer die bezeichneten Völker abwertenden, gelehrten Volksetymologie. Bereits bei Hieronymus und Sozomenos, also in vorislamischer Zeit, erscheint die Worterklärung, dass die Agarener (oder Hagarener), die Nachfahren der Hagar, der verstoßenen Sklavin und Nebenfrau Abrahams, sich fälschlich als „Sarazenen“ bezeichnet hätten, um sich als Abkömmlinge der Sarah, der Freien und Ehefrau Abrahams auszugeben und sich dadurch aufzuwerten.  Diese Worterklärung, die die Sarazenen als verkappte Agarener, und damit in Anknüpfung an die paulinische Deutung des alttestamentlichen Themas (Gal. 4,21-31) als Angehörige eines von Gott heilsgeschichtlich verstoßenen Volkes deutete, wurde bei den christlichen Autoren des Mittelalters seit dem Aufkommen des Islam zu einem anti-islamischen Topos, der in der europäischen Literatur über die Kreuzzüge und den Islam weitere Verbreitung erlangte.

Das Wort saracenus und seine volkssprachlichen Entsprechungen haben im Verlauf ihrer mittelalterlichen Bedeutungsentwicklung neben der primären ethnischen oder religiösen Bedeutung „islamischen Völkern zugehörig“ zum Teil auch die weitere Bedeutung „heidnisch“ oder allgemein „fremdartig, alt“ angenommen (so in Bezeichnungen von Bauwerken oder Ruinen der römischen Antike als „sarazenisch“, daher auch engl. sarsen (stone) für Megalithen in prähistorischen Monumenten), außerdem in bestimmten Zusammenhängen die übertragene Bedeutung „schwarz, dunkel“. Sprach- und sachgeschichtlich ist deshalb oft schwer oder nur anhand des jeweiligen Kontextes zu entscheiden, ob gegebene Verwendungsweisen auf der primären oder einer sekundären Bedeutung beruhen. Als zu Beginn des 15. Jahrhunderts in romanischen und deutschsprachigen Ländern erstmals Gruppen der ursprünglich aus Indien stammenden, über Byzanz und den Balkan zugewanderten Roma auftauchten und von der einheimischen Bevölkerung als Angehörige eines fremden, dunkelhäutigen und aus dem Osten stammenden Volkes wahrgenommen wurden, wurde neben anderen Bezeichnungen wie „Ägypter“, „Zigeuner“ (beides schon im byzantinischen Sprachgebrauch vorgebildet), „Heiden“ und „Tataren“ zuweilen auch die Bezeichnung „Sarazenen“ für Roma verwendet, so hauptsächlich in romanischen Sprachen und unter deren Einfluss dann im 15. Jh. vereinzelt auch im Deutschen.

Besonders in Frankreich und der Schweiz ist noch heute der Familienname Sar(r)asin bzw. Sar(r)azin verbreitet, in der deutschsprachigen Schweiz auch Saratz, in Italien und der italienischsprachigen Schweiz Sar(r)aceno, Sar(r)acino, im Englischen die aus dem Französischen bzw. Anglonormannischen noch weiter entwickelte Form Sarson. Vorläufer solcher Namen ist im Mittelalter ein in den lateinischen Quellen seit dem 11. Jh. vielfach dokumentierter Name oder Beiname Saracenus, der in vielen Fällen wegen einer „sarazenischen“ Herkunft des Trägers, in anderen Fällen aber auch nur wegen eines zeitweiligen Aufenthaltes bei den „Sarazenen“ oder, wie lat. Maurus, nordfrz. Moreau, engl. Moore, zur Hervorhebung einer besonders dunklen Haut- oder Haarfarbe entstand. Sofern der Name erst im Spätmittelalter in Gebrauch kam, ist auch mit der Möglichkeit zu rechnen, dass er im Hinblick auf die mögliche Bedeutung „Zigeuner“ gewählt wurde. Gegenwärtig bekanntester Namensträger in Deutschland ist der ehemalige Bundesbankvorstand und SPD-Politiker Thilo Sarrazin.

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