Gründung der Ephesos-Foundation

Beatrix Karl: “Ephesos ist beeindruckende Visitenkarte für Österreichs Archäologie.” Wissenschafts- und Forschungs-ministerin bei der Gründung der „Ephesos-Foundation“ in der Türkei – gemeinsame Präsentation mit Minister Günay, A. Kocabiyik und S. Ladstätter.

Wien/Izmir-„Ephesos ist eine beeindruckende Visitenkarte für Österreichs Archäologie“, so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl. Sie war am Wochenende anlässlich der Gründung der internationalen „Ephesos-Foundation“ in einer der bedeutendsten Städte der Antike zu Gast.

„Mit der ‚Gründung der Ephesos-Foundation’ bekommt die private Unterstützung eine neue Basis“, betonte die Ministerin bei der gemeinsamen Präsentation mit dem türkischen Kultur- und Tourismusminister Ertugrul Günay, dem Vorsitzenden der Borusan Holding Ahmet Kocabiyik sowie Dr. Sabine  Ladstätter, Direktorin des Österreichischen Archäologischen Institutes und Grabungsleiterin in Ephesos. Dies ist ein großer Tag für Ephesos. Wir sind sehr froh, mit Ahmet Bey einen wirklichen Förderer von Ephesos gefunden zu haben. Die Stiftung hätte ohne ihn als Mäzen wohl niemals hätte realisiert werden können und ist seinem Interesse an Archäologie und speziell an Ephesos zu verdanken“, betont PD Mag. Dr. Sabine Ladstätter. Die Idee zur Gründung der „Ephesos-Foundation“ kam von Ahmet Kocabiyik, Inhaber der Borusan-Holding, der bereits seit Jahren in die Restaurierungsarbeiten in Ephesos (Hanghaus II, Marmorsaal) investiert.

Rund zwei Jahre nach der ersten Idee des „modernen Celsus und modernen Mäzen von Ephesos“ (Sabine Ladstätter) folgte nun die Gründung dieser privaten Stiftung im Marmorsaal des Hanghauses II, im Herzen der Ausgrabungen in Ephesos. „Die Grabung Ephesos ist das größte Wissenschaftsunternehmen Österreichs im Ausland und zählt schließlich zu den erfolgreichsten Aushängeschildern der österreichischen Wissenschaft“, so die Ministerin. Österreich investiere aus großer Überzeugung in die Grabung, das großartige Engagement der Archäologinnen und Archäologen wäre in diesem Ausmaß ohne private Mittel aber nicht möglich, so Karl. „Ich möchte daher Minister Günay, Ahmet Kocabıyık, Sabine Ladstätter und allen, die zur Gründung der ‚Ephesos-Foundation’ beigetragen haben, meinen herzlichen Dank aussprechen.“ „Ephesos ist die bedeutendste archäologische Forschungsstätte in der Türkei. Es ist aber auch Weltkulturerbe, das es zu erhalten gilt. Es ist eine angenehme Pflicht, die Forschungen in Ephesos zu unterstützen und die Bewahrung der Ruinenstätte für die Nachwelt zu gewährleisten“, so Ali Ahmet Kocabıyık, Generaldirektor der Borusan Holding, Initiator und Präsident der internationalen „Ephesos Foundation“, anlässlich der Präsentation der Stiftung. Die „Ephesos-Foundation“ ist derzeit mit 1,5 Millionen Euro dotiert – „Mittel, die der Grundlagenforschung, speziell natürlich der Archäologie aber auch uns allen zugute kommen. Denn hier wird ein wesentlicher Teil Geschichte aufgearbeitet und damit das kulturelle Erbe bewahrt“, unterstrich die Ministerin die Bedeutung der Grabung Ephesos. Mit den Mitteln können weitere Ausgrabungen und Forschungsprojekte realisiert werden. Weiters wird ein Schwerpunkt darauf gelegt, die Grabung weiter in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und damit das Bewusstsein zu stärken. „Ich sehe es als Aufgabe von uns allen in Wissenschaft und Forschung, unsere Arbeit zu transportieren und damit auch verstärkt Bewusstsein für den Stellenwert von Wissenschaft und Forschung zu schaffen“, so die Ministerin in ihrer Rede. Ein weiterer Aspekt, der mit der „Ephesos-Foundation“ berücksichtigt wird, ist die Nachwuchsförderung. „Ich freue mich, dass bereits jetzt viele junge Menschen Jahr für Jahr hier die Chance bekommen, zu forschen. Mit der Ephesos-Foundation werden zusätzlich Stipendien geschaffen, die jungen Menschen zugute kommen“, so Ministerin Karl.

Die „Ephesos-Foundation“ hat ihren Sitz in der Hauptzentrale der Borusan Holding in Istanbul. Der Aufsichtsrat setzt sich aus den Gründern zusammen, allen voran Ahmet Kocabiyik. Ehrenpräsidenten sind Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl, der ehemalige Wissenschafts- und Forschungsminister und nunmehrige EU-Kommissar Johannes Hahn sowie der türkische Kultur- und Tourismusminister Ertugrul Günay. Im Vorstand ist u.a. Dr. Sabine Ladstätter vertreten. Sie gehört auch zwei der insgesamt vier Beratungsgremien an (Restaurierung, Archäologie; Fund Raising, Vermarktung und kulturelle Aktivität).

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